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Konzertante Klavierimprovisation
Am Hugo-Wolf-Flügel: Gerhard Kaufmann
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In der alten Musiktradition gilt das freie Spiel am Instrument als höchste Kunst. Das heutige Konzertwesen hat sich von diesem Genre getrennt. Dem über alle Zeit erhabenen Werk drückte man den Stempel des Gültigen auf. Wir pflegen inzwischen ein Bewusstsein des Besitzes von musikalisch Endgültigem und bemerken kaum, dass die Kunst des Stegreif-Spiels eine wichtige Voraussetzung des Schaffens war, aber nun zu einer angreifbaren und zerbrechlichen Angelegenheit geworden ist. Sie soll eine Renaissance erfahren, denn die Unmittelbarkeit ihrer Mitteilung ist nicht ersetzbar, sie ist elementar. Ob streng, ob frei, ob dichterisch, ob als Unkomposition, entwickelt sie im Akt selber universellen Charakter, regt fachübergreifende Fragen an, legt seelische Befindlichkeiten offen und bereichert damit nicht nur informativ, sondern auch mitteilend den Blick für unsere heutige Lebenswelt. Der ausführende Musiker ist in dieser Unmittelbarkeit ein Mensch seiner Gesellschaft und nicht nur ein zurückgezogen lebender Komponist. Gerhard Kaufmann gestaltet durch kurze Wortbeiträge die Gesamtdramaturgie des Abends.
Diese Veranstaltung findet statt im Rahmen dieser Großveransaltung:
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