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Mai 30
18:30 Uhr

Work Hard Play Hard



Schöne neue Arbeitswelt - Führen durch Weichspülen

Arbeit als Freizeit: Carmen Losmanns „Work Hard - Play Hard“ führt hellsichtig an die Abgründe des neuen ökonomischen Totalitarismus am Arbeitsplatz. (FAZ)

\\\"Work hard, play hard\\\", so lautet in Anlehnung an die lateinische Weisheit \\\"Laboris gloria ludi\\\" eine schmissige Management-Formel, die suggeriert, dass wer hart arbeite, auch das Anrecht auf einen gewaltigen Ausgleich in Form von Freizeitvergnügen, Konsumfreuden oder sonstigen Trösterchen habe. Work-Life-Balance könnte man das auch nennen. Insofern ist der Titel von Carmen Losmanns sehenswertem Dokumentarfilm über die schöne neue Arbeitswelt fast ein wenig irreführend, denn hier geht es nicht um den Ausgleich zwischen Work und Life als Antipoden, sondern vielmehr um die zunehmende Verschmelzung dieser unterschiedlichen Lebensbereiche.

In den schönen neuen Arbeitswelten, die Carmen Losmann in Work Hard - Play Hard vorführt, ist alles anders, als wir das bisher gewohnt waren. Keine Stechuhren mehr, keine strengen Chefs, keine tristen Bürogebäude und keine unüberwindbaren Hierarchien trüben den Spaß an der Arbeit. Denn genau hierum geht es in dem Paralleluniversum, in das der Film entführt: Darum, welche raffinierten Strategien und ausgeklügelten Methoden heutzutage angewandt werden, um die Motivation und Leistungsbereitschaft der Ressource Mensch zu optimieren, um vielleicht noch ein Quantum mehr an Leistung aus den Arbeitnehmern herauszuholen.

Ohne jeglichen Kommentar und fast ohne Musikuntermalung vertraut der Film allein auf die Aussagekraft seiner eiskalten, glasklaren Bilder und die Schlüssigkeit seiner Szenen und gewinnt damit fast auf ganzer Linie. Obgleich die Gespräche vom Manager-Neusprech geprägt sind und vielfach nur aus Slogans und schick klingenden Worthülsen zu bestehen scheinen, folgt man diesem \\\"Roadmovie\\\" durch die moderne Arbeitswelt auch dank seiner starken Bilder niemals gelangweilt, sondern zunehmend fasziniert.

Veranstaltungsort

Kino Atelier / Café Haag
Am Haagtor 1
72070 Tübingen

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